Im Chinesischen Kulturzentrum

am 13.09.2022

Thema: Filmvorführung mit anschließender Diskussion                                                                                       

Die Volksrepublik China im Kampf gegen die Armut

 

 

 

Endlich war es wieder möglich, das Chinesische Kulturzentrum in Berlin persönlich zu besuchen.

 

Mitglieder des Deutsch - Chinesische Freundschaftsvereins e. V. Ludwigsfelde waren am 13. September eingeladen, um Fortschritte und Entwicklungen des Lebens in den ländlichen Gebieten an Hand von vier Filmen kennenzulernen.

 

Wir konnten uns überzeugen, welche großen Anstrengungen bisher unternommen wurden, um Fortschritte in der Armutsbekämpfung zu erreichen.

 

An Hand von vier Dörfern mit unterschiedlichen landschaftlichen Voraussetzungen wurden die Fortschritte sichtbar gemacht, die schon erreicht wurden, damit es den dort lebenden Menschen stetig besser geht und sie ihre Heimat nicht verlassen müssen, weil Arbeit fehlt.

 

Ganz gezielt werden touristische Möglichkeiten genutzt, um die Dorfbevölkerung in Arbeit zu bringen. Dabei spielen sowohl die gegebene Landschaft mit Bergen und Seen eine Rolle, als auch die traditionellen Kulturen der unterschiedlichen Volksgruppen.

 

Ich möchte auf zwei Dörfer näher eingehen, die ihre unterschiedliche idyllische Natur für ein besseres Leben nutzen.

 

Zum Beispiel ist der Ort Taipu Dawian von einer der ärmsten Region zum „Schönsten Dorf“ geworden. Die Umgestaltung erfolgte im Einklang mit der Natur. Es durften keine Hügel abgetragen, keine Teiche aufgeschüttet und keine Bäume gefällt werden. Historisches wurde aufgegriffen und weiterentwickelt. Das Erntedankfest, Wahl der schönsten Tiapur Bewohnerin, Förderung des Schattenspiels und des Löwentanzes, Laternenschau mit entsprechenden Vorführungen ziehen viele Touristen an. Traditionelles Textilhandwerk und kreative Produkte mit folkloristischen Merkmalen werden durch ökologische Wirtschaft unterstützt. In entsprechenden Läden können die Produkte gekauft werden.

 

Durch die Wiederbelebung veralteter brachliegender Häuser konnten touristische Unterkünfte geschaffen werden,die dafür sorgen, dass die Touristen diesen Ort nicht nur besuchen, sondern auch für einige Tage bleiben. Die Dorfbewohner müssen nicht mehr das Dorf verlassen, sie finden Arbeit und ihr Auskommen.

 

In dem Ort Beiham am Baima See von 20 Quadratkilometern mit 99 Inseln im See hat man sich auf Garnelen und Krabbenzucht spezialisiert. Spezielle Anpflanzungen und Zuchtmodelle wurden dafür selbst entwickelt.

 

Es gibt viele schwimmende Restaurants und unzählige kleine und größere Boote, die die Touristen nutzen können. Auch hier wird die lokale Volksgeschichte genutzt. Hochzeitsbräuche werden vorgestellt, die Fischer zeigen in Vorführungen ihre Traditionen und auch lokal entwickelte Produkten werden angeboten. Es gibt sogar einen Onlineverkauf von einheimischen Erzeugnissen.

 

Mehr als die Hälfte der Bewohner hat heute Zugang zum Internet.

 

Nach den Vorführungen wurden wir zu einem kleinen Imbiss mit typisch chinesisch zubereiteten Kleinigkeiten eingeladen.

 

In Gesprächen mit Vertretern des Kulturzentrums konnten noch offene Fragen zum Vorgeführten gestellt werden.

 

Das war ein interessanter erlebnisreicher Besuch, der zur Wissenserweiterung über die Volksrepublik China beigetragen hat.

 

Wir vom Deutsch-Chinesischen Freundschaftsverein e.V. Ludwigsfelde bedanken uns herzlich für diese Einladung.

 

Annette Grohmann                                                                             Fotos: Bruno Jeup

Das war unsere Jahreshauptversammlung

Wir konnten unsere Versammlung in angenehmer Atmosphäre im Chinesischen Restaurant XIA in Ludwigsfelde am 25. Juni 2022 durchführen.

Kurz zum Inhalt des Berichtes unseres Vorsitzenden.

 

Dr. Ulryk Gruschka ging in seinem Bericht auf folgende Fragen ein.

 

 Die politische Situation hat sich im letzten Jahr dramatisch verändert.

 

Die Coronakrise hat den wahren Charakter der kapitalistischen Gesellschaft deutlich gemacht. Denn wie eine Gesellschaft mit der Gesundheit der Menschen umgeht, offenbart ihren Charakter.

 

Das Gesundheitssystem wird immer stärker der Gewinnmaximierung untergeordnet.

 

In der Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine ist es nicht wie vom Westen behauptet, eine grundlose Aggression Russlands, sondern die Ukraine führte seit 2014 einen Kampf gegen die Bevölkerung der beiden abtrünnigen Republiken. 87% der Bevölkerung stimmten für die Lostrennung von der Ukraine. Russland als Garantiemacht für die Sicherheit der Republiken war gezwungen, auf diesen Genozid zu reagieren, auch wegen der 700 000 Bürger Russlands, die dort leben. Er ging im weiteren auf die Tatsache ein, dass die Ukraine als Möglichkeit zur militärischen Einkreisung Russlands von den USA und der NATO genutzt wird. Zu den offiziellen Medien, diese sind mit ihrer Russophobie zu einer aktiven Waffengattung geworden.Wir haben es mit einer von den USA und ihren NATO-Verbündeten lange vorbereiteten Auseinandersetzung mit Russland zu tun.

 

Dr. Gruschka machte die Bedeutsamkeit der Vorträge deutlich, die dankenswerter Weise von Referenten wie Dr. Uwe Behrens zum Thema was wir alles über die VR China nicht wissen. Cornelius Renkl stellte in seinem Vortrag dar, wie die KPDSU mit ihrem revisionistischen Kurs die Kommunistische Weltbewegung spaltete. Dieser Weg führte dann bekanntermaßen in den 1980iger Jahren in die Katastrophe. Dr. Hartmut König war mit einer sehr interessanten und lebendigen Buchlesung im März unser Gast. Prof. Dr. Eike Kopf machte in seinem Vortrag deutlich, wie die schöpferische Anwendung des Marxismus/Leninismus unter den konkreten chinesischen Bedingungen zum Erfolg werden. Prof. Dr. Latzo hielt im Mai einen eindrucksvollen Vortrag zum Ukrainekonflikt.

 

Der Höhepunkt unserer Veranstaltungen war die Festveranstaltung zum 100. Gründungstag der KP Chinas. Als großen Erfolg können wir verbuchen, dass es uns gelungen ist, die auf der Festveranstaltung gehaltenen Referate in Form einer Broschüre herauszubringen und so die enthaltenen Gedanken zur Völkerverständigung weiter zu verbreiten.

 

 Eine große Stütze für unseren Verein war in der Vergangenheit die enge Zusammenarbeit mit der Chinesischen Botschaft und dem Kulturzentrum in Berlin. In den letzten beiden Jahren kam diese Zusammenarbeit durch die Coronamaßnahmen zum erliegen. In jüngster Zeit gibt es hoffnungsvolle Zeichen einer Wiederbelebung.

 

In all unseren Veranstaltungen haben wir immer wieder versucht, Ursachen und Wirkungen des rasanten Aufstiegs der VR China deutlich zu machen. Wir bedanken uns bei allen Referenten, die uns immer wieder Zugang zu neuen Erkenntnissen verschafften.

 

Wir müssen die Fakten erkennen, damit wir nicht der Gehirnwäsche der Medien erliegen.

 

 Dr. Gruschka bedankte sich bei den einzelnen Vorstandsmitgliedern für ihre Arbeit.

 

Unser Mitgliederstand beträgt zur Zeit 69. Das war schon mal besser, es fehlen vor allem junge Leute.

 

Trotz aller Probleme konnten wir die erfolgreiche Arbeit fortsetzen.

 

Vieles deutet gegenwärtig auf eine Systemauseinandersetzung mit Russland und China hin.

 

Es ist viel schlimmer geworden als wir vermuteten.

 

Es gibt nur die Schlussfolgerung, nämlich, dass wir in Verantwortung vor uns selbst und unserer friedlichen Zukunft uns dieser Entwicklung entgegenstellen und auf diesem Weg so viele Menschen wie möglich mitnehmen.

 

An der Gedenkveranstaltung zum Tag der Befreiung am 8. Mai beteiligten sich wieder Mitglieder unseres Vereins.  Der Bürgermeister hielt eine kluge Rede, in der er vor allem für Toleranz warb.

Das war der Ostermarsch am 09.04.2022 in Potsdam