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Liebe Mitglieder und Freunde unseres Vereins,

aus aktuellem Anlass bieten wir für alle Interessenten

den Wortlaut des Berichtes Xi Jinping`s an den XX. Patreitag der KP Chinas in deutscher Übersetzung zum Download an:

14 XX Parteitag Bericht.pdf
Adobe Acrobat Dokument 1.3 MB

Hier unsere nächste Veranstaltung

 

Für Mitglieder unseres Vereins findet die

Jahresabschlussveranstaltung (Weihnachtsfeier)

am Mittwoch den 14. Dezember von 15:00 – 19:00 Uhr
in der Gaststätte "Charlotto", Str. der Jugend 30-32, 14974 Ludwigsfelde statt (Karte).
Parkmöglichkeiten stehen vor der Gaststätte kostenlos zur Verfügung

Unsere Veranstaltung im November hatte zumThema

 

Die Chinesische Seidenstraße - Gestern – Heute -Morgen“

 

Referent war Dr. Wolfram Adolphi

 

 

 

Der Deutsch-Chinesische Freundschaftsverein e.V. Ludwigsfelde organisierte erneut einen Vortrag über die Volksrepublik China mit Dr. Wolfram Adolphi, Politikwissenschaftler, der sich intensiv und schwerpunktmäßig mit der Politik der VR China beschäftigt.

 

Seit 1976 veröffentlicht er wissenschaftliche Schriften über die VR China, erkennt Zusammenhänge , erläutert Vorgänge, beantwortet Fragen und bezieht bis in die Gegenwart Stellung. Dr. Wolfram Adolphi hat zahlreiche wissenschaftliche Schriften veröffentlicht und schreibt über die Entwicklung Chinas in der Zeitschrift „ Das Argument“ und im „Historisch-kritischen Wörterbuch des Marxismus“.

 

 

Er erläuterte in seinem Referat die Beweggründe der VR China für die Entwicklung des „ Seidenstraßenprojekts“ und verwies auf die enormen Potenzen, die sich damit für die ökonomische, aber auch für die politische Entwicklung der gesamten Welt bieten. Vor allem hat sich die gesellschaftliche Situation vieler Entwicklungsländer positiv verändert.

 

Das Seidenstraßenprojekt bietet darüber hinaus viele Möglichkeiten globale Probleme friedlich und im Interesse aller Menschen zu lösen. Es sichert die gleichberechtigte Teilnahme aller Länder an Entwicklungsaufgaben, es dient der Multipolarität aller Nationen.

 

 

Dr. Wolfram Adolphi belegte diese Entwicklung mit vielen interessanten Fakten sehr anschaulich anhand einer Leinwandpräsentation.

 

In diesem Zusammenhang hob er auch geschichtliche Zusammenhänge hervor und bewies, dass wir nicht von irgendeinem Randgebiet der Menschheit sprechen, sondern von einer Rolle Chinas, die immer bedeutender wird.

 

Unter diesem Gesichtspunkt gab es auch den Hinweis auf eine drohende

 

große Auseinandersetzung. Falls der Kapitalismus sich tatsächlich als das erweist, dass er nicht anders kann, als die Konfrontation anzustreben, dann gibt es keine Chance.

 

 

Die ständigen Aufforderungen der chinesischen Führung, die Probleme der Welt durch gemeinsame Gespräche zu lösen, ist die einzige Alternative.

Man sollte aber nicht davon ausgehen, dass China die Probleme der Menschheit lösen wird, sondern das müssen wir alle selber tun.

Xi Jinping trifft Olaf Scholz
04.11.2022


Der chinesische Staatspräsident Xi Jinping hat am Freitagvormittag in der Großen Halle des Volkes
den deutschen Bundeskanzler Olaf Scholz getroffen.


Xi Jinping sagte bei dem Gespräch, Scholz sei der erste europäische Führungspolitiker in China nach dem 20. Parteitag der Kommunistischen Partei Chinas. Zugleich sei er zum ersten Mal seit seinem Amtsantritt zu Besuch in China. Sein Besuch werde beide Länder mit Sicherheit
näherbringen, das bilaterale Vertrauen stärken, die sachorientierte Zusammenarbeit in allen
Bereichen vertiefen und wichtige Weichen für die chinesisch-deutschen Beziehungen stellen.


In diesem Jahr würde das 50. Jubiläum der Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen beiden Ländern gefeiert, so Xi weiter. Die Geschichte der 50 Jahre zeige, dass man nicht von der grundlegenden Richtung der bilateralen Beziehungen abweiche und festen Schrittes vorangehe, wenn man sich stets gegenseitig respektiere, trotz Unterschieden immer nach Gemeinsamkeiten suche, voneinander lerne und zum beiderseitigen Nutzen zusammenarbeite. Die internationale Lage erlebe momentan große Umbrüche und Unwägbarkeiten. Gerade in wechselhaften und undurchschaubaren Situationen seien China und Deutschland als Länder mit großem Einfluss mehr denn je gefordert, enger zu kooperieren und mehr Beiträge zur Wahrung des Friedens und zum Wachstum der Welt zu leisten.


Der chinesische Staatspräsident stellte außerdem die wichtigsten Ergebnisse des 20. Parteitags der KP Chinas vor, wobei er schwerpunktmäßig die wesentliche Bedeutung der Modernisierung chinesischer Art erläuterte. Modernisierung sei der gemeinsame Wunsch und das gemeinsame Ziel aller Völker, erklärte Xi Jinping. Jedes Land müsse jedoch seiner eigenen Realität entsprechend seinen eigenen Weg wählen.

China habe mit seiner eigenen Entwicklung den Weltfrieden aufrechterhalten und gefördert. Die Entwicklung Chinas und der Welt seien miteinander verflochten und kämen einander zugute. China werde sich unbeirrt für eine erweiterte Öffnung nach außen einsetzen, an der richtigen Richtung der wirtschaftlichen Globalisierung festhalten, den Aufbau einer offenen Weltwirtschaft vorantreiben und die Konvergenz der Interessen mit anderen Ländern
ausbauen.
Xi betonte, politisches Vertrauen lasse sich leicht sabotieren, könne aber sehr schwer
wiederhergestellt werden. Deswegen müssten beide Seiten es gemeinsam pflegen. China und
Deutschland sollten einander respektieren, auf die Kerninteressen des jeweils anderen achten sowie an Dialog und Konsultationen festhalten, um die allgemeine Richtung der bilateralen Beziehungen aus einer strategischen Perspektive zu erfassen, mit einer konstruktiven Haltung den größten gemeinsamen Teiler anzustreben und die praktische Zusammenarbeit aufgeschlossen zu fördern.


In Bezug auf die Wirtschafts- und Handelszusammenarbeit sagte der chinesische Staatspräsident,
durch die ständige Vertiefung der pragmatischen Zusammenarbeit in den vergangenen 50 Jahren sei der bilaterale Handel um das fast 1.000-Fache gestiegen, was der sozioökonomischen Entwicklung beider Länder gedient habe. Beide Seiten sollten den „Kuchen“ der gemeinsamen Interessen weiter vergrößern, indem sie das Potenzial der Zusammenarbeit in traditionellen Bereichen ausbauten und gleichzeitig die Kooperation in neuen Bereichen wie neue Energien, Künstliche Intelligenz und Digitalisierung aktivierten. China sei bereit, die Zusammenarbeit mit Deutschland und Europa im
Luftverkehr weiter zu vertiefen sowie den Austausch und die Kooperation bei der Prävention und Kontrolle der COVID-19-Pandemie zu intensivieren. Außerdem könnten der Austausch und die Zusammenarbeit bei der grünen Entwicklung und beim Umweltschutz sowie im kulturellen Bereich gestärkt werden.

 

China hoffe, dass Deutschland mit China zusammenarbeite, um gemeinsam gegen
Protektionismus vorzugehen und den Menschen in beiden Ländern die Früchte der Zusammenarbeit zugutekommen zu lassen.
Die chinesisch-europäischen Beziehungen seien für die globale Stabilität und den Wohlstand
Eurasiens von großer Bedeutung, erklärte Xi Jinping weiter. China betrachte Europa als einen
umfassenden strategischen Partner, unterstütze seine strategische Autonomie, hoffe auf ein stabiles und prosperierendes Europa sowie bestehe darauf, dass die chinesisch-europäischen Beziehungen nicht gegen eine dritte Partei gerichtet, von ihr abhängig oder ihr unterworfen seien.

Je komplexer und schwieriger die Situation sei, desto mehr müssten China und Europa an gegenseitigem Respekt, gegenseitigem Nutzen sowie an Dialog und Zusammenarbeit festhalten. China sei bereit, die Koordinierung und Kooperation mit der deutschen und der europäischen Seite in internationalen Angelegenheiten zu verstärken sowie gemeinsam Lösungen für globale Fragen wie die Bewältigung des Klimawandels, den Schutz der biologischen Vielfalt und die Förderung der Ernährungssicherheit zu finden.

 


Scholz sagte seinerseits, die gegenwärtige internationale Lage sei kompliziert und ernst, wobei Europa auch vor noch nie dagewesenen Herausforderungen stehe. China spiele eine wichtige Rolle bei der Bewältigung vieler globaler Probleme, wie der Bewältigung des Klimawandels, dem Schutz der biologischen Vielfalt sowie der Bekämpfung der COVID-19-Pandemie und der Nahrungsmittelkrise.
China sei ein wichtiger Wirtschafts- und Handelspartner Deutschlands und Europas. Deutschland unterstütze nachdrücklich die Handelsliberalisierung sowie die wirtschaftliche Globalisierung, lehne eine „Abkopplung“ ab und wolle die Wirtschafts- und Handelskooperation mit China weiter vertiefen, so der deutsche Bundeskanzler weiter. Deutschland sei auch bereit, sich mit China über Themen auszutauschen, bei denen die Positionen beider Seiten nicht übereinstimmten, um das Verständnis und das gegenseitige Vertrauen zu verbessern sowie auf die Stabilisierung, Konsolidierung und Entwicklung der deutsch-chinesischen Beziehungen hinzuarbeiten.

Die Welt brauche eine multipolare Struktur. Der Rolle und dem Einfluss der Schwellenländer sollten mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden. Deutschland sei gegen eine Konfrontation zwischen verschiedenen Lagern und sei bereit, seine Rolle bei der Förderung der Entwicklung der europäisch�chinesischen Beziehungen zu spielen.


Beide Spitzenpolitiker tauschten sich auch über die Ukraine-Krise aus. Xi Jinping erklärte, China unterstütze Deutschland und Europa dabei, eine wichtige Rolle bei der Förderung von
Friedensgesprächen zu spielen sowie den Aufbau eines ausgewogenen, wirksamen und nachhaltigen europäischen Sicherheitsrahmens zu fördern. In der gegenwärtigen Situation solle die internationale Gemeinschaft gemeinsam alle Bemühungen um eine friedliche Lösung der Krise unterstützen und alle betroffenen Parteien auffordern, Vernunft und Zurückhaltung zu wahren, um so bald wie möglich direkte Kontakte aufzunehmen sowie die Voraussetzungen für eine Wiederaufnahme von Verhandlungen zu schaffen.

Am Freitag, dem 21. Oktober um 17.00 Uhr im Klubhaus Ludwigsfelde fand unsere monatliche Veranstaltung wieder in Form eines Vortrages statt. Diesmal ging es um das Thema:

 

 

 

Chinas Entwicklungsweg – ein Weg in den Sozialismus oder Imperialismus?

 

 

 

Der Referent war Dr. Ulryk Gruschka. Er ist seit über zehn Jahren ehrenamtlich Vorsitzender unseres gemeinnützigen Vereins. Er ist Gesellschaftswissenschaftler und verfolgt die weltpolitischen Ereignisse mit großer Aufmerksamkeit und Sorge.

 

 

 

Um es gleich vorweg zu nehmen,

 

Dr. Gruschka gab auf der Grundlage historischer Erfahrungen und
gesellschaftlicher Bedingungen, indem er Chinas Entwicklungsweg nachvollzog und gleichzeitig auf Grund der Beschlüsse der KP und der Regierung Chinas, eine Antwort auf die thematische Frage, Sozialismus oder Imperialismus. Und diese Antwort geht eindeutig in Richtung Sozialismus.

 

Dr. Gruschka ging darauf ein, dass in einer bestimmte anfänglichen Entwicklungsphase des Sozialismus kapitalistische Strukturen und die Rolle des Marktes für eine erfolgreiche Entwicklung notwendig sind. Dabei betonte er die Wichtigkeit der vorrangigen Entwicklung der Produktivkräfte. In China ist die Rolle des Staates die dominierende. Es gibt zum Beispiel kein Privatbesitz an Grund und Boden. Alle Finanzströme in China werden über eine zentrale Staatliche Bank kontrolliert.

 

 

 

Beispiele für eine erfolgreiche Innenpolitik:

 

Das soziale System in China ist geprägt von einem einheitlichen Rentensystem mit Zugang für Jedermann.

 

Es gibt ein einheitliches Krankenkassensystem mit Krankenstationen in jedem größeren Dorf.

 

Befreiung von Armut durch Schaffung von Arbeitsplätzen und Wohnungen.

 

Steigerung der Löhne, von 1978 bis 2015 wuchs das Realeinkommen der ärmsten Hälfte der Bevölkerung um 401%.

 

Gesundheit und Bildung haben in China Verfassungsrang (Recht auf Arbeit – bei uns undenkbar).

 

Erfolgreiche Bekämpfung der Korruption.

 

Zufriedenheit der Bevölkerung mit der Regierung ihres Landes, 2014 waren das 86% in China,

 

in Russland 56%, Indien 36%, BRD 35%, USA 33%.

 

 

 

Bedeutsam ist die Rolle der Volksrepublik China in der gegenwärtigen Weltpolitik.

 

China wird durch seine dynamische Entwicklung, durch seine Stabilität, nicht zuletzt durch das neue Seidenstraßenprojekt, sein internationales wachsendes Ansehen in der Welt immer mehr zu einer zunehmenden strategischen Bedrohung für die Vereinigten Staaten.

 

Aber nicht weil China mit Krieg drohen würde, China verfügt nicht über 800 Truppenstützpunkte in der Welt. Die Bedrohung liegt darin, dass China und die Länder der Schanghai-Organisation mit ihrer Tendenz, eine multipolare Ordnung zu errichten, den hegemonialen Bestrebungen der USA und damit den Profitinteressen des Weltkapitals im Wege sind.

 

 

 

China zeigt mit seiner erfolgreichen Entwicklung, dass der Sozialismus der einzig gangbare Weg ist, dass der Sozialismus dem Kapitalismus überlegen ist und dass der Sozialismus die Befriedigung der wirklichen Bedürfnisse der Menschen sichern kann.

 

 

 

In der anschließenden Diskussion ging es zum Beispiel um Taiwan und dessen "angeblicher" Aggressivität gegenüber China. In der heutigen Zeit ist Taiwan ein Mittel der USA um in der Region einen Störfaktor zu besitzen, der immer weiter aufgerüstet wird. An vielen Stellen wird versucht die Stabilität Chinas zu untergraben mit Hilfe des Dalai Lama, den Uiguren und eben auch mit Taiwan. Wichtig und entscheidend dabei ist, dass die Menschen mitgenommen werden, dass sie selbst erleben können wie sich die erfolgreiche Politik der KP und der Regierung zu ihren Gunsten auswirken. Die USA und ihre Vasallen werden immer versuchen, den Prozess zu stören und China zu beseitigen.

 

Es ging weiter um die Produktivkraft Mensch als Individuum und als gesellschaftliches Wesen.

 

Der Kapitalismus ist nicht daran interessiert, dass sich Menschen zusammentun, Gruppen bilden und so vielleicht ihre Interessen durchsetzen. Das ist in China völlig anders. In China steht nicht die Persönlichkeit an erster Stelle sondern die Gemeinschaft. Das ist die Grundhaltung der Menschen. Dr. Gruschka und auch Dr. Preuße konnten das aus eigenem Erleben mit Beispielen untermauern. Dazu kommt eine allseitige Bildung auf sehr hohem Niveau.

Liebe Freunde, an dieser Stelle möchten wir auf folgenden

Link verweisen:
http://www.china-botschaft.de

Das ist eine sehr interessante Lektüre der Chinesischen Botschaft in Deutschland. Hier findet man auch den Newsletter der Chinesischen Botschaft, den man übrigens auch abonnieren kann.

 

Die Ausgabe des Newsletters  Oktober 2022

 

Eine kleine Leseprobe:

 

Kleiner Tipp am Rande: Um auf diesen veröffentlichten Seite zu lesen, einfach anklicken ( Bild wird dann groß). Die Links zum weiterlesen lassen sich allerdings nur über den Originalnewsletter öffnen. Dort gibt es auch weitere interessante Neuigkeiten.